Tanzen – ein ganzheitlicher Gewinn für Jung und Alt

Tanzen macht glücklich. Es ist ein Ausdruck der Lebensfreude. Es fördert alle Muskelgruppen, es schult die Haltung und beugt Rückenproblemen vor. Tanzen fördert die Durchblutung und den Stoffwechsel. Wer tanzt bewegt sich und bleibt schlank.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Tänzer älter werden. Um es mit einem Sprichwort zu sagen: Es kommt nicht nur darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird. Tanz fördert die Konzentration und die Koordination zwischen Gehirn und Körper. Das zögert Krankheiten wie Parkinson und Demenz hinaus!

Tanzen ist erst einmal Bewegung – und Bewegung tut uns allen gut. Wir leben in einer Gesellschaft, in der viele Menschen an Übergewicht und Diabetes leiden, weil sie sich zu wenig körperlich betätigen.
Tanzen hat eine Reihe von positiven Auswirkungen auf den Menschen. Nicht umsonst wird in allen Kulturkreisen und schon immer getanzt. Die Menschen nehmen den wunderbaren Gewinn beim Tanzen zum größten Teil unbewusst wahr. Aber die Vorteile, sowohl physischer als auch psychischer Art, sind wissenschaftlich erwiesen.

Physisch stärkt Tanzen den ganzen Bewegungsapparat und fördert den Kraft- und Muskelaufbau.
Koordination und Reaktion sowie das eigene Körpergefühl verbessern sich und Bewegungen werden durch ein sich entwickelndes Körperbewusstsein sicherer und gezielter umgesetzt.

Im Tanz werden Gefühle ausgedrückt und die rhythmische Bewegung zur Musik stärkt die soziale Kompetenz und den Selbstwert des Tänzers.

Tanzen-die ganzheitliche Förderung unserer Kinder

Als Pädagogen lernen wir das Kind ganzheitlich zu fördern. Nach langjähriger Erfahrung im Schuldienst musste ich feststellen, dass im Schulalltag die Förderung des Kindes meist nur in der kognitiven Ebene stattfindet und der Leistungsdruck kaum abgebaut werden kann.
Kinder haben einen hohen Bewegungsdrang und sind enorm kreativ, wenn es um die Gestaltung mit dem eigenen Körper im Raum zur motivierenden Musik geht. Die großen Choreografen können sich was von den kleinen Tanzmäusen abschauen.
Schaue ich den Kleinen zu und vergleiche mit den Erwachsenengruppen wird v.a. klar, dass die Kinder nicht von Scham und langem Nachdenken gebremst werden. Es gibt, sobald die Musik beginnt, keine Hemmschwelle.

Die Ausführung der Bewegung ist nicht ergebnisorientiert, wie beim erwachsenen Tänzer. Wer dieses natürliche Potenzial unserer Kids nicht fördert, versäumt eine der wichtigsten Gelegenheiten die Merk- und Konzentrationsfähigkeit zu schulen, Rhythmusgefühl und Musikalität zu fördern und Beweglichkeit, Haltung und Geschicklichkeit zu verbessern.
Lange bevor Kinder sprechen lernen, kommunizieren sie über ihren Körper mit der Umwelt. Aus diesem und anderen Gründen weisen fast alle Kinder einen ausgeprägten Bewegungsdrang auf. Mit dem Heranwachsen und dem Anpassen an gesellschaftliche Normen mitunter – spätestens mit der Einschulung – werden diese Grundveranlagungen leider eingeschränkt. Wir Tanzpädagogen haben nun die Aufgabe die Bewegungsfreude und Kreativität zur Entfaltung zu bringen.

Oft wird von den Erwachsenen unterschätzt, welchen Gewinn unsere Tanzmäuse in Sachen Raumwahrnehmung, Tast- und Spürsinn, optische und akustische Wahrnehmung aus dem Tanzsaal direkt in den Kindergarten und in den Schulunterricht mitnehmen. Legastheniker werden immer wieder in unsere Tanzschule geschickt um die Rechts-Linksunterscheidung zu verbessern und die Auge-Handkoordination zu schulen.
Ein Kind zu einer Therapie, zum Musikunterricht oder zum Fußballtraining zufahren ist eine Selbstverständlichkeit. Es wäre wünschenswert, den Eltern klarmachen zu können, dass Tanz die Entwicklung ihres Kindes in gleichem Maße wie andere Sportarten oder das Erlernen eines Instrumentes fördern kann.

 

Bei uns darfst du aus der Reihe Tanzen

 

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Neues aus der Hirnforschung:
Wissenschaftlich gesehen wären die wichtigsten Schulfächer Musik, Sport, Tanzen, Theaterspielen sowie Kunst und Handarbeiten.

 

Kindgerecht Tanzen

Die Kinder ab 3 Jahren können bereits die Unterrichtsvorgaben aufnehmen und sich Bewegungs- und Schrittfolgen merken. Ebenfalls lassen sich ab diesem Alter bereits kleine Gruppenaufgaben („Choreografien“) erlernen, wenngleich dies nicht im Vordergrund stehen sollte.Eine wichtige Voraussetzung für den Spaß an der körperlichen Bewegung ist das motorische Können des Kindes. Ein spezialisierter Kurs bzw. Tanz sollte nur dann besucht werden, wenn das Kind bereits über die körperlichen und geistigen Fähigkeiten verfügt diesen zu erlernen. Greifen Eltern den tatsächlichen Fähigkeiten voraus, riskieren sie womöglich eine negative Einstellung des Kindes gegenüber Bewegung und dem Selbstwert in der Gruppe.

Wird das Kind zu früh zum Tanzen gedrängt, verbindet es überfordert und frustriert mit dem Tanzunterricht ein negatives Erlebnis. Wir können nach wie vor die Kollegen in anderen Tanzschulen nicht verstehen, die Ballett für 3 jährige anbieten, das Kind damit überfordern und den natürlichen Bewegungsdrang des Kindes ausbremsen. Natürlich ist jede spielerische Bewegung in unseren Kursen auch gleichzeitig die Heranführung ans klassische Ballett. Wir weisen ehrgeizige Eltern immer wieder darauf hin, dass jede Bewegungsschulung die Kleinen einen Schritt näher an das klassische Ballett heranführt.

Der Pre Ballett Kurs oder das Purzelballett ist die Vorbereitung für die Eleven in andere Tanzstile zu wechseln. Das klassische Ballett wird immer die Basis des Tanzes bleiben. Nur ein erfahrener Pädagoge bereitet die Hinführung altersgerecht und motivierend auf. Die Positionen werden aber zunächst nicht französisch kompliziert benannt und gemerkt, sie sind in motivierende Geschichten eingebunden und die Korrektur erfolgt mit großem Fingerspitzengefühl.

Die Wahl der richtigen Tanzart

Jedes Kind ist individuell. Nicht jeder Tanzkurs ist deshalb für jedes Kind der richtige. Lehnen Kinder oder Jugendliche Tanzen ab, liegt das oft weniger an einer Abneigung gegen das Tanzen an sich als vielmehr an Vorbehalten gegenüber der jeweiligen Tanzform. Vielleicht kann das Kind mit klassischer Musik nichts anfangen und möchte lieber zu Hip-Hop Klängen tanzen. Womöglich stören die relativ starren Bewegungsabläufe im klassischen Ballett seinen individuellen Freiheitsdrang. Viele Kinder und Eltern kennen allerdings nur klassisches Ballett und schränken damit die Wahlmöglichkeiten stark ein.

Kreativer Kindertanz

Das perfekte Programm mit Kindern zu tanzen ist der kreative Kindertanz. In München bildet die weltweit anerkannte Ausbildungsschule von Jessica Iwanson nun schon Jahrzehnte Tanzpädagogen aus und stellt ein pädagogisch sowie tänzerisch einmaliges Programm vor. Schon bei den ersten Ausbildungseinheiten hat mich dieses Unterrichtsfach komplett begeistert. Mein Sohn tanzte mit gerade mal 5 Jahren in einer reinen Ballettschule in München West und primelte Millimeter für Millimeter an seinen kleinen Füßchen und Armen, kam im Tanzsaal fast nicht vom Platz und folgte eher freudlos den Anweisungen der Ballettlehrerin. Von kindgemäßer Dynamik und musischer Bereicherung keine Spur. Genau zur rechten Zeit lernte ich das kreative Kindertanzprogramm kennen und meldete mein Kind sofort um.

Tanzkurse für Kinder sollten speziell auf die kindlichen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Für das Erlernen eines freien und freudigen Umgangs mit Tanz eignen sich vor allem Tanzgruppen und Tanzkurse, in denen lockere Bewegung und nicht verkrampftes Figurenerlernen unterrichtet wird. Idealerweise sollte ein spielerischer Zugang zur jeweiligen Tanztechnik, sowie viel Freiraum sich selbst einzubringen, angeboten werden. Das alles bereichert die Entwicklung Eurer Kinder. Das alles können unsere Kindertanzpädagogen den kleinen Eleven anbieten. Kreativer Kindertanz oder Kindertanz ist bereits für sehr kleine Kinder geeignet und macht bis ins Grundschulalter hinein Spaß.

Im Vordergrund stehen die Entwicklung von Kreativität und Rhythmusgefühl sowie die Sensibilisierung der Sinne. Tänzerische Bewegungsformen werden hier spielerisch eingeübt. Kinder erhalten dabei viel Freiraum, ihre eigene Bewegungsfreude und Kreativität einzubringen. Oft wird mit Materialien wie Tüchern oder aber mit Instrumenten gearbeitet.

Klassisches Ballett

Viele Eltern sehen ihre Töchter – und diese sich nicht selten selbst – als Ballerina. Rollendarstellungen von tanzenden Barbiepuppen und Prinzessinnen fördern diese Vorstellung und lösen oft kleinere und größere Familiendramen aus. Ballett bietet in der Tat viele Vorteile. Es wird eine relativ anspruchsvolle Körpertechnik erlernt, was insbesondere Koordination und Konzentration schult. Darüber hinaus stellt klassisches Ballett eine optimale Grundlage für das Erlernen anderer Tanzarten dar.

Allerdings ist Ballett nicht für alle Kinder geeignet. In einer klassischen Ballettstunde steht nicht das Einüben von Choreografien im Mittelpunkt, sondern das Trainieren grundlegender Positionen und Bewegungen an der Ballettstange. Dadurch läuft jede Ballettstunde in etwa gleich ab. Kinder, die vielerlei Anregungen von außen schätzen, werden daher bald gelangweilt sein. Außerdem liegt der Schwerpunkt stärker auf formalisierten Bewegungen als auf der individuellen Körperlichkeit. Besitzen Kinder einen ausgeprägten Freiheitsdrang können sie sich davon stark eingeengt fühlen.

Klassisches Ballett ist relativ anspruchsvoll und sollte daher frühestens ab einem Alter von etwa fünf bis sechs Jahren in Erwägung gezogen werden. Allerdings bieten Ballettschulen auch Kurse für Kinder ab dem dritten Lebensjahr an. Hierbei handelt es sich zumeist um eine Vorstufe des klassischen Balletts, die auch Pré-Ballett genannt wird. Dabei werden stark vereinfachte Ballettfiguren und -Bewegungen im Ballerinakostüm erlernt.

Hierbei muss man darauf achten, dass es sich hierbei um Pre Ballett Klassen handelt und wirklich weit entfernt vom strengen Ballettunterricht gearbeitet und altersgemäße Übungen gemacht werden. Professionelle Tanzschulen bezeichnen diese Kurse meist mit Pre Ballett.

Zeitgenössische Tanzstile

Als Gegenbewegung zum klassischen Ballett ist im 20. Jahrhundert eine Reihe von Tanzstilen entstanden, die als zeitgenössische Tanzarten zusammengefasst werden. Darunter zeichnet sich insbesondere der Modern Dance oder Contemporary durch relativ freie Bewegungsformen aus. Im Mittelpunkt steht der individuelle Ausdruck von Gefühlen zu – klassischer oder modernerMusik. Auch der Jazztanz ist weniger förmlich als das klassische Ballett. Betont wird hier insbesondere die Bewegung der Hüfte. Jazz wird meist zu moderner Chartmusik getanzt.

Mit dem Jazz-Tanz ist auch der Hip Hop-Tanz verwandt. Dieser hat seine Wurzeln in US-amerikanischen Ghettos. Hip Hop ist weniger als das klassische Ballett mit speziellen Körpermaßen verbunden und erleichtert damit insbesondere übergewichtigen Kindern den Einstieg in die Bewegung. Dies wird unterstützt durch die typische Hip Hop-Mode, die sich durch weit geschnittene Kleidungsstücke auszeichnet. Für Kinder kann es mit heranwachsendem Alter spannend und „cool“ sein die athletischere und anspruchsvollere Tanzform des Breakdance zu erlernen.

Flamenco

Flamenco ist für die Kids ein wunderbarer Spaß und für die Pädagogen die perfekte Gelegenheit Haltung, Rhythmus und Eleganz zu schulen. Das rhythmische Klatschen und Stampfen ist eine kindgemäße, musische und tänzerische  Förderung und macht den kleinen Flamencas enormen Spaß. Das Posen mit dem Körper, die aufrechte Haltung und das Training mit Armen und Händen ist der ideale Ausgleich neben dem sitzenden Schulalltag.

Natürlich sind die Kinder von den kleinen Absätzen an den Tanzschuhen begeistert und freuen, sich die großen bunten Röcke zu schwingen. Die Koordination von Armen, Beinen, Händen und die anspruchsvolle Fußarbeit sind für die gesamte Entwicklung des Kindes perfekt. Der Höhepunkt des Trainings sind unsere jährlichen Aufführungen mit mehr als 700 Zuschauern. Die Flamencas werden hübsch gemacht und führen schon ab 5 Jahren den schönen Fächer wie die Großen. Die älteren Teenies überzeugen bald mit Ausdruck und Temperament

Tanzen ist wie träumen mit den Füßen. Rythmove wird dir viele schöne Träume schenken!